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Schadensersatz wegen fehlerhafter Aufklärung über die Standart-Behandlungmethode

 Neue Entscheidung zum Arzthaftungsrecht:

Amtlicher Leitsatz OLG Hamm, 25.02.2014 - 26 U 157/12:

"Wendet ein Arzt nicht die Therapie der 1. Wahl, den sogen. "Golden Standard", sondern die Therapie der 2. Wahl an, so liegt darin ein Behandlungsfehler. Verlässt der Arzt den sogen. "Golden Standard" ohne den Patienten hierauf hinzuweisen, so handelt er jedenfalls dann grob fehlerhaft, wenn der Patient bereits zur Durchführung der Therapie der 1. Wahl entschlossen war. Ein solches ärztliches Verhalten ist unverständlich und nicht mehr nachvollziehbar."

Im vorliegenden Fall verlangte der Patient zunächst die operative Behandlung des Hautkarzinoms. Der Arzt behandelte ihn mit fotodynamischer Therapie, ohne ihn darüber aufzuklären, dass dabei die Rezidiv-Rate höher ist als bei operativer Entfernung.

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